An die Wand gespielt: Rutenwald in der Horizontalen

von Daniel Benyes

Wie man seine Ruten übersichtlich ordnet, dabei Platz spart und sie auch noch dorthin hebt, wo sie hingehören: gen Himmel. Bastelanleitung für eine Wandhalterung für Angelruten.



Es gibt einfach zu viele Ruten: Jedenfalls bei mir zu Hause. Eine Lösung musste her. Zwei Ruten wurden zwar soeben an einen Jungfischer verschenkt. Weitere 48 Ruten blieben mir aber immer noch, die platzsparend und waidgerecht gelagert werden wollten. Es war zum Wände hochgehen. Da erreichte mich der Geistesblitz: Sollen das doch die Ruten tun!

Gedacht, getan: Ich nutze eine freie Wand und befestige daran Wandhalter als Rutenauflagen. Was mir da unterkam, gefiel mir nicht, also baute ich meine eigene, wie ich meine, absolut „fängige“ Montage: Gewindestangen aus dem Baumarkt gibt es günstig als Meterware. Kostenpunkt zirka 1,70 Euro. Einfach passende Stücke auseinander sägen. Dies werden dann die Wandhalter für die Ruten. Eine Länge von rund 30 cm kann leicht 5 Ruten aufnehmen. 5 cm Platz pro Rute sollte man schon mitrechnen. Bei einer Länge von 20-30 cm reicht eine Gewindestange von 5-6 mm Durchmesser.

Material

  • Gewindestangen: 5-6 mm Durchmesser
  • Schlauch als Überzug für die Gewindestangen
  • Messing-Abschlusskappen passend für die Gewindestangen (z. B. M6)
  • Messing-Mauerdübel passend für die Gewindestangen

Schritt-für-Schritt Bastelanleitung

Man braucht nur eine Bohrmaschine, ein Maßband und ein Messer. Es kann los gehen!

Ich veredle Stange für Stange mit dem Zubehör aus dem Baumarkt.

Weil man natürlich auf seine Gerten Acht gibt, kann man wahlweise noch einen passenden Gummischlauch auf die Metallgewindestangen aufziehen. Den gibt’s in diversen Durchmessern in der Gartenabteilung.

Als Zierkappe für das aus der Wand herausragende Ende bieten sich Abschlussmuttern an. Diese gibt es in allen Innendurchmessern: Praktischerweise sind die Kaliber einfach angeschrieben: eine M6 Gewindestange (Aussendurchmesser) verlangt nach Muttern oder Gewinden mit selbiger Bezeichnung.

So sehen die fertigen Rutenauflagen aus, bevor sie in die Messingdübel in der Wand geschraubt werden.

Dann geht es ans Bohren. Im gewünschten Abstand Löcher in die Mauer bohren und die Messingdübel einsetzen.

Dann kann eingeschraubt werden.

Wer kein geübter Heimwerker ist und nicht jede Wandhalterung kerzengerade (etwa in hartnäckigen Stahlbeton) hineinbekommt: Zieren die Ruten einmal auf ihren neuen Halterungen die Wand, sieht man nichts mehr vom vorhergehenden „Wellengang“.

Meine Rutensammlung ist bereit für das neue Zuhause.

Und am Ende wird die ganze Pracht, mit grosser Freude an die Wand gemacht!

Bis zu fünf Ruten schafft eine Etage …

… wenn man nicht alle Rollen nebeneinander positioniert.

Ich wünsche euch gutes Gelingen!