Fehler beim Angeln

Die größten Fehler beim Angeln

Von Stefan Tesch

Bist du ein Materialfetischist oder ein Schönwetterfischer? Fisch Ahoi über die größten Fehler bei Angeln und wie du sie vermeidest.

1. Du konzentrierst dich zu sehr auf deine Ausrüstung.

Klar, die Ausrüstung muss zum Fisch passen und darf nicht defekt sein. Aber ob du eine Rolle der Marke X oder Y verwendest und ob die Rute nun matt-schwarz oder grün ist, ist für den Fangerfolg nicht ausschlaggebend. Betreibe auch beim Thema Köder keine allzu große Wissenschaft. Der Wobbler in Barsch-Optik fängt meist nicht besser als jener im Rotfedern-Design. Und bei Boilies steht Muschelgeschmack der Erdbeere um nichts nach, beziehungsweise beißt der Karpfen sogar auf Holzkugeln, wie du in der Podcast-Folge „Beim Kugelmacher“ hören kannst.

Konzentriere dich dafür mehr auf das Gewässer, seine Strukturen und vor allem die Fische selbst. Beobachte Blasenspuren, raubende Fische an der Oberfläche und Hot-Spots wie Schilfgürtel und Krautbänke.

2. Du machst andere Angler nach.

Die Angelplätze neben dem Parkplatz sind immer am beliebtesten. Geh die Extrameile und probier einen unbequemen Platz! Und wenn alle am Gewässer mit Boilies auf Karpfen fischen, dann verwende doch Mais, Maden und andere Klassiker. Mach dein eigenes Ding!

3. Du angelst nur auf eine Fischart.

Du nennst dich „Carphunter“ oder „Barschzupfer“ und hast dich einer Disziplin vollkommen verschrieben? Probier es doch auch mal mit der Fliegenrute oder geh ganz einfach Spinnfischen, wenn die Karpfen gerade nicht beißen. Mehr Fischarten bringen unterm Strich auch mehr Erfolg. Und mehr Spaß! Mehr dazu im Beitrag „Specimen Hunting: Weg mit dem Schubladendenken“.

4. Du bleibst im Winter und bei schlechtem Wetter daheim.

Raus mit dir! Und wenn die Gewässer zugefroren sind, probier es mit Eisfischen, wie etwa an den Kampstauseen im Waldviertel oder am Erlaufsee. Mehr dazu in der Podcast-Folge „Eiskalte Reinanken

5. Du betreibst zu wenig Recherche.

An einem neuen Gewässer einfach auswerfen und warten kann zermürbend sein. Wie tief ist es? Welche Strukturen gibt es unter Wasser?Mach dich im Vorhinein schlau! Recherchiere im Internet, schau dir Satellitenfotos und Tiefenkarten an (mehr dazu im Beitrag „Digitale Tools für Angler“). Ebenso lohnt sich ein kurzer Plausch mit anderen Anglern vor Ort.


Foto: Adam Sherez on Unsplash